Termine · HSV
10./11.11.2018
4. Heimspielwochenende
24./25.11.2018
5. Heimspielwochenende
 
Eher ein verlorener als ein gewonnener Punkt
 
Mit einem leistungsgerechten 26:26 (11:12)-Unentschieden trennten sich am Samstag unsere Sachsenligamänner vom LHV Hoyerswerda.
Betrachtet man den Verlauf der Partie, können beide Teams sicher mit dem Punkt leben. Denn lagen die Lausitzer bis zur 51. Minute überwiegend in Führung, gehörte die Schlussphase der Partie dann eher den 28-ern, die das Spiel bis 75 Sekunden vor Ultimo zum 26:24 drehten und normalerweise den Vorsprung hätten über die Zeit bringen können.
 
Allerdings kam dann die letzte Aktion der schon bis dahin wenig überzeugenden Unparteiischen, die mit unglücklichen Entscheidungen insbesondere in der zweiten Hälfte die 28-er wiederholt benachteiligten. Die finale Phase eines spannenden, gutklassigen Sachsenligaduells verlief wie folgt:
Zunächst bekam der gerade stark treffende Tommy Löbner beim Stand vom 25:24 (58.') seine dritte Zeitstrafe für ein Festhalten, obwohl sein Gegenspieler ihn im Duell 1 gegen 1 klammerte und zu Boden riss. Wenn also 2 Minuten für dieses kleine Gerangel, dann müssen zwingend beide Spieler von der Platte. Als Folgeerscheinung holte sich 35 Sekunden später Vasek Kotesovec eine weitere - jetzt sicher berechtigte - Zeitstrafe, die aber wohl in dieser Form kaum zustande gekommen wäre, hätte Zwönitz nicht in Unterzahl spielen müssen. Trotz jetzt Unterzahl 4 gegen 6 wurde der erste Angriff des LHV überstanden und im Gegenzug gelang Toni Schlömer sogar der Treffer zum 26:24. Etwa 75 Sekunden waren da noch auf der Uhr. Nun nutzen die Gäste den zweiten Versuch in doppelter Überzahl zum 25:26-Anschlusstreffer. Die letzte Minute brach an, der LHV ging - weiter in Überzahl - natürlich zur Manndeckung über und holte sich tatsächlich noch einmal das Leder. Jetzt aber wenigstens in der Zwönitzer Abwehr wieder zu Fünft wurde dann etwa 30 Sekunden vor Ultimo Toni Schlömer beim letzten LHV-Angriff von seinem Gegner mit Schulter nach vorn förmlich umgerannt. Anstelle des fälligen Stürmerfouls entschieden die Schiedsrichter zum Entsetzen der Fangemeinde auf Rot gegen Toni und unter Auslegung des neuen Regelwerks auch noch auf Siebenmeter für den LHV. Die Gäste nutzten die Chance und erzielten somit noch den - sicherlich etwas glücklichen - Ausgleich.
"Ein großes Kompliment an die Mannschaft, die ohne unsere 3 verletzten Spieler ein starkes Match und tolle Moral gezeigt hat. Äußerst schade, dass es nicht ganz zum Sieg gereicht hatte", war auch HSV-Coach Frank Riedel mit der Leistung seines Teams zufrieden.
 
Im ersten Durchgang sahen die zahlreichen Fans eine sehr ausgeglichene Partie. Die Gäste lebten von ihren großgewachsenen Rückraumspielern, während die 28-er mit schönen 1:1-Aktionen, konsequent gespielten Tempogegenstößen und einem effektivem Spiel über den Kreis erfolgreich gegen hielten. So wechselten wiederholt die Führungen (6:7, 19.' , 10:9, 24.') und das knappe 11:12 zur Pause war folgerichtig.
 
Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten dann die Gäste zunächst einen Lauf, stellten binnen sechs Minuten mit vier Treffern in Folge auf 11:16. Die 28-er zeigten allerdings Moral und Kampfgeist, ließen sich auch nicht entmutigen, als die Herren in Gelb u. a. wiederholt Zwönitzer Treffer mangels Vorteilsauslegung nicht gaben und auf der Gegenseite ein Gästetor anerkannten, obwohl der Ball von Innenpfosten deutlich sichtbar wieder ins Feld zurück sprang.
 
Dennoch gelang eingangs der Zielgeraden der 20:20-Ausgleich (49.') und die lautstarke Fangemeinde spürte, dass unsere HSV-er in der Schlussphase der Begegnung die etwas besseren Argumente hatte. Nun legte Zwönitz nämlich immer wieder vor und sah kurz vor Ende des rassigen Duells beim Treffer zum 26:24 fast schon als Sieger aus. Leider kamen dann die eingangs beschrieben finalen Sekunden, die letztlich das Remis brachten.
 
Zwönitz:
Kerner, Treuter;
Brecko (8/2), Anger (1), Fritsch, Langer, Becher, Kotesovec (4), Treitschke, Schlömer (1), Löbner (11/1), Lieberei (1)
 
2min:  Zwönitz: 5/ 2 Disq.      Hoyerswerda: 5
7m:   Zwönitz: 4/3                 Hoyerswerda: 3/1