Termine · HSV
 
… auch wenn das Vereinsleben seit nunmehr Monaten wieder komplett ruht, zeugen verschiedene Aktivitäten, Solidaritätsbekundungen und andere Aktionen dafür, dass es nach innen doch nicht so ruhig ist, wie es nach außen hin rund um den Zwönitzer HSV vielleicht erscheinen mag.
 
Viele Videokonferenzen im Vorstand und Vereinsrat rund um die Situation ... die Präsentation des Vereins zum 1. Advent 2020 beim MDR ... virtuell gemeinsamer Sport einer Mannschaft im Wohnzimmer oder auch die km-Challenge eines anderen Teams zeigen: Der Verein lebt in seinem Inneren nach wie vor und wartet nur darauf, Gewehr bei Fuß stehend wieder in die alten Wirkungsstätten zurückzukehren.
 
Irgendwann wird es soweit sein und die Zeit des Wartens hat eine Ende !!
 
 
Handball im Jahr 2021
Ein Lagebericht der Abteilung Handball des Zwönitzer HSV 1928

Wenn die Verantwortlichen der Abteilung Handball des Zwönitzer HSV an ihren Sport und ihre Mannschaften denken, überkommt sie derzeit ein seltsamer Mix aus Vorfreude, Dankbarkeit, Trauer und Aufregung. Viel zu lange ist es her, dass man den Ball in der Hand halten durfte, auf Punktejagd ging oder einfach nach dem Training gesellig zusammen saß.
 
Und schaut man in die Zukunft, so kann keiner genau sagen wie es weitergehen wird. Doch es gab auch Grund zur Freude. Viele Mitglieder des Vereins zeigten sich solidarisch in dieser schweren Zeit. Die Frauenmannschaften spendeten ihrem Verein, alle Mannschaften und deren Übungsleiter stellten ihre Auslagen zur Verfügung und auch die 1. Männermannschaft sah zu, wie sie den Verein fernab des Spielfeldes unterstützen kann.

„Im August letzten Jahres hat Steven alle Mannschaften kontaktiert und uns alle sehr offen und ehrlich über die aktuelle Lage und die Sorgen des HSV aufgeklärt. Wir mussten dann gar nicht lang überlegen, haben uns in die Augen geschaut und in kürzester Zeit entschieden, dass wir was tun müssen. Hier geht es nicht um Geld oder um Einzelschicksale, sondern um unseren Verein.“, gab Kapitän der Männer I Tommy Löbner zu verstehen.
 
„Jeder von uns kann sich denken, dass der Verein zur Zeit die Aufgabe hat, ein solides Fundament für die Zukunft zu errichten. Wir sind ein Teil davon und bekommen durch unseren Trainer viel mit. Man sieht den Verantwortlichen ihre Bauchschmerzen regelrecht an. So haben wir uns dazu entschlossen einen Teil unserer Mannschaftskasse zu spenden, denn sind wir ehrlich ohne den Verein würde uns allen etwas fehlen und wir würden keine Möglichkeit mehr haben alle zusammen Handball zu spielen.“ ergänzte Mannschaftskapitänin der Frauen I Stephanie Hirsch.

Doch wie geht es nun weiter? Was kommt im Jahr 2021 auf die Zwönitzer Handballer zu?
„Man muss erstmal sagen, dass wir alle sehr dankbar sind, solche feinen Menschen um uns rum zu haben. Ohne großartige Debatten oder Bitten haben alle Mannschaften, Verantwortliche, Eltern und auch unser Fanclub Wege gefunden uns unter die Arme zu greifen. So eine Solidarität ist für mich der absolute Wahnsinn und mit Worten kaum zu beschreiben. Ein einfaches Danke reicht da für mich nicht mehr, denn diese Leute haben uns ermöglicht, dass wir etwas durchatmen konnten und so optimistischer in die Zukunft schauen. Für unseren Sport wage ich keine Prognose zu treffen. Stand heute plant der Handball-Verband Sachsen mit einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs Mitte/Ende März. Wenn ich dann zum Beispiel sehe, dass in Rheinland-Pfalz die Oberliga eingestellt wurde, komm ich ins Zweifeln. Ich wünsche mir natürlich, dass wir unsere Halle schnellstmöglich wieder mit Leben füllen. Weg von Video-Konferenzen und Heimtraining hin zu Trainingseinheiten in unserer Halle. An Spielbetrieb denke ich dabei aktuell nicht, denn mir ist es viel wichtiger, dass wir unseren Spielern und besonders wichtig unseren Kindern und Jugendlichen wieder eine sportliche Heimat und den damit verbundenen Spaß und die Freude wiedergeben können.“ mühte sich Abteilungsleiter Steven Szpetecki zu einer Antwort.
 
Fakt ist, dass die Verantwortlichen in Zwönitz die Hände nicht in den Schoß legen. In mehreren Online-Konferenzen wird sich neben den einzelnen Wiedereinstiegs-Szenarien auch um das Vereinsleben, Heim-Trainingsangebote und die Planungen für die neue Saison gekümmert. Die Botschaft an alle Mitglieder lautet ganz klar: In Zwönitz brennt noch Licht und wir kommen wieder.