Termine · HSV
07./08.11.2020
3. Heimspieltag Saison 2020/2021
 
Verdienter Sieg in ungeliebter Halle
11.10.2020   Turbine Leipzig - Zwönitzer HSV 1928  24:27 (12:16)
 
Am Wochenende ging es für unsere Mädels zur Turbine nach Leipzig. Wer schon länger das Geschehen um unsere Mannschaft verfolgt weiß, dass die Sporthalle am Ostwald Gymnasium nicht unbedingt zu den Lieblingszielen unserer Damen gehört, was nicht wirklich viel mit den Messestädterinnen zu tun hat. Die Bilanz lautete vor der Partie: 2 Spiele, 2 Niederlagen und 56:49 Tore. Dennoch lautete das klare Ziel 2 Punkte mit nach Hause zu nehmen. Leicht geschwächt sah man unserer Sieben jedoch an, dass es immer wieder schwer ist, sich auf das ungeliebte Terrain einzustellen. Dem entsprechend waren es die Parkettherrinnen, die mit 4:1 vorlegten. In der Folge kamen die 28erinnen jedoch immer mehr ins Spiel und konnten Mitte der 1. Hälfte verdient zum 9:9 einwerfen. In der 20. Minute beim Stand von 11:10 dann die erste Auszeit und eine Umstellung auf 2 Kreisläufer, die ihre Wirkung nicht verfehlen sollte. Die Messestädterinnen kamen mit der von Zwönitz eher ungewohnten Angriffsformation nicht wirklich klar und so konnte Stephanie Hirsch nach 23 Minuten auf 11:12 stellen. Im Anschluss drückten unsere Damen dem Spiel ihren Stempel auf, standen solide in der Abwehr und nutzten durch 3 Kontertore Helen Haunschilds die Fehler des Gegners gnadenlos aus. So ging es mit einem verdienten 12:16 in die Kabine.
Nach der Pause gelang es unseren Damen sehr gut den Vorsprung zu verteidigen und immer wieder wichtige Nadelstiche zu setzen. Vor allem in Unterzahl kämpften die Mädels und schafften es so immer wieder die gegnerische Abwehr zu überwinden. Wer nun jedoch dachte, dass die 19:23 Führung Mitte der 2. Hälfte eine Vorentscheidung war, sah sich getäuscht. Unsere Sieben musste nun mit den Kräften haushalten und so schlichen sich Fehler ein. Folgerichtig glich die Heimmannschaft in der 53. Minute zum 23:23 aus. Doch unsere Mädels haben diese Saison schon mehrfach ihren Charakter bewiesen und mobilisierten noch einmal die letzten Reserven. Wieder umgestellt auf einen „normalen“ Positionsangriff spielte unser Team noch einmal seine Stärken aus und so erzielte Alina- Sophie Ott in der letzten Spielminute die 23:27-Führung. Das anschließende Gegentor zum 24:27 interessierte auf Zwönitzer Seite zu diesem Zeitpunkt keinen mehr.
Trainer Steven Szpetecki erleichtert nach dem Spiel: „Wenn ich heute auf die Anzeige schaue, ist es ein guter Mix aus Erleichterung und Stolz. Endlich konnten wir den Bock umstoßen und hier gewinnen. In Anbetracht unserer Aufstellung, dass wir so erst einmal trainieren und uns erst Freitag, trotz 2 fehlender Spieler der heutigen Start-Sieben, konkret auf den Gegner einstellen konnten, ziehe ich meinen Hut vor meinen Mädels. Die haben hier alles rein geworfen und verdient gewonnen. Eine Sache werden mir die Damen allerdings erklären müssen. Es will mir nicht in den Kopf wie wir es schaffen in Unterzahl, und davon gab es heute genug, teilweise dominanter spielen als in Gleichzahl. Spaß bei Seite, ich freue mich über das was wir heute gezeigt haben und besonders für 2 Spieler. Ich denke für Melina waren die letzten Wochen nicht immer leicht, doch sie hat heute gezeigt, dass wir auf sie zählen können. Auch für Alina freut mich das letzte Tor. Es ist sicherlich nicht immer einfach, so einen Sprung zu erleben, doch sie beweist uns, dass sie ein Teil dieser Mannschaft ist und es sich verdient hat, dieses Trikot zu tragen. Jetzt erholen wir uns erstmal 2 Wochen, werten das Spiel aus und nehmen den Schwung mit in die kommenden Aufgaben.“
S. Sz.
Für Zwönitz spielten:
Sandra Wolf, Nadine Müller;
Laura-Jane Mosel (3/2), Michelle Kaulfuß (4), Helen Haunschild (8), Stephanie Hirsch (3), Alina-Sophie Ott (1), Michelle Hartenstein (2), Melina Seidel, Christin Viehweger (5), Michelle Kreher (1),
 
 
28erinnen sichern ersten Punkt
03.10.2020   Zwönitzer HSV 1928 - SC Markranstädt II   21:21 (11:11) 
 
Dass unsere Damen Drama beherrschen ist für den regelmäßigen Zuschauer nichts Neues, doch das Spiel gegen den SC Markranstädt II hatte diesmal einfach alles zu bieten, was man von einem guten Krimi erwartet. Schon vor dem Spiel konnte man im Quervergleich erahnen, dass es eine Partie auf Augenhöhe werden wird. Unsere Mädels begannen beinahe gewohnt stark und gingen verdient mit 3:0 in Führung. Danach fanden die Gäste besser ins Spiel und konnten folgerichtig in der 9. Minute ausgleichen und 3 Minuten später mit 3:5 in Führung gehen. Die folgende Auszeit verfehlte ihre Wirkung nicht und die 28erinnen kamen zurück. Über die Stationen 6:6 und 11:7 gelang es sich ein kleines Übergewicht zu erspielen. Dann jedoch der 1. Akt des Krimis, als sich Laura Kaulfuß ohne Fremdeinwirkung derartig das Knie verdrehte, dass die Partie für sie beendet war. Geschockt vom Verlust lief bei unseren Damen nicht mehr viel zusammen. Fangfehler, Hektik und unüberlegte Aktionen dominierten nun das Angriffsspiel und wurden von den Gästen eiskalt bestraft. Dem entsprechend stand ein 11:11 nach 30 Spielminuten zu Buche. Wer nun dachte, dass sich unsere Mädels davon nicht mehr erholen würden sah sich getäuscht, denn einmal mehr zeigten die 28erinnen, dass sie wissen was es bedeutet für einander und miteinander Handball zu spielen. Laura-Jane Mosel übernahm im rechten und Lea Thierfelder im linken Rückraum, also auf Positionen auf denen sie diese Saison noch nicht einmal trainiert hatten. Selbst der zwischenzeitliche Verlust von Helen Haunschild brachte unsere Mädels nicht aus der Bahn und so konnte man sich Mitte der 2. Hälfte beim Stand von 18:15 ein erneuten Vorsprung erarbeiten. Dann jedoch folgte der 2. Akt, als unsere Mädels sich zwar gute Chancen erspielten, jedoch nicht in der Lage waren final die starke Schlussfrau der Gäste zu überwinden. Folgerichtig hieß es wenig später 19:19- Ausgleich. Es entwickelte sich eine hektische Schlussphase in der keine Mannschaft mehr zu ihrem Spiel fand. Geprägt von Fehlern und unüberlegten Aktionen gelang es zwar den Punkt zu verteidigen, mehr jedoch auch nicht. So trennte man sich am Ende gerecht mit 21:21.
„Man wird nach solchen Spielen immer mit der Frage konfrontiert, ob es ein gewonnener oder ein verlorener Punkt ist. Ich möchte ehrlich sein und zugeben, dass ich die Frage heute nicht beantworten kann. Großes Lob an meine Mädels wie sie in der zweiten Hälfte die Verletzung von Laura weg stecken. Das ist nichts selbstverständliches, wenn man bedenkt, dass Laura-Jane und auch Lea noch gar nicht auf diesen Positionen trainiert haben. Andererseits müssen wir langsam mal anfangen ein Spiel zu steuern. Mir ist klar, dass da viele Schockmomente und Rückschläge dabei waren, aber wir sind keine B-Jugend mehr um dann in derartige Hektik zu verfallen. Das müssen wir endlich mal in den Griff kriegen und dann natürlich vorn unsere Chancen rein machen. Das ist vor Allem eine Kopfsache. Wenn wir wieder wahrnehmen, wie viele Chancen wir uns erarbeiten und was wir bis zum Wurf richtig machen, dann fehlt am Ende nur die Belohnung. Dass wir nicht treffen, ändert aber trotzdem nichts daran, was wir vorher richtig und gut gemacht haben. Aber ich vertraue auf meine Mädels, dass wir das gemeinsam in den Griff kriegen. Laura und Helen wünsche ich eine gute Besserung und nächste Woche werden wir in Leipzig wieder alles raus hauen und uns dann vielleicht belohnen.“, sagte Trainer Szpetecki nach dem Spiel.
S. Sz.
Für Zwönitz spielten:
Sandra Wolf, Nadine Müller, Lea Wetzel;
Laura-Jane Mosel (8/2), Michelle Kaulfuß (4/1), Helen Haunschild (1), Stephanie Hirsch, Laura Kaulfuß (5/2), Michelle Hartenstein (1), Melina Seidel, Lea Thierfelder (2), Christin Viehweger (1), Michelle Kreher, Alina-Sophie Ott
 
 
 
Starke Leistung trotz Niederlage
26.09.2020  Zwönitzer HSV 1928 – AAC Amazonen 23:32 (14:19)

 
Am Samstag empfingen die Damen der 1. Frauenmannschaft unter den Augen des AAC-Vizepräsidenten und deutschen Nationalspielers Philipp Weber die Amazonen. Trotz der klaren Favoritenrolle der Gäste nahm man sich vor, den Leipzigerinnen alles entgegen zu setzen und ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen. Motiviert und mit der nötigen Spielfreude gingen unsere Damen ins Spiel und zeigten bis zum 6:8 in der 13. Minute, dass sie absolut keine Angst vor schweren Aufgaben haben. Danach kamen jedoch die Gäste etwas besser ins Spiel und nutzten die kleinen Fehler oder vergebenen Abschlüsse unserer Sieben gnadenlos aus. Dem entsprechend stand es nach 18 gespielten Minuten 9:13. Aber unsere Mädels fanden nun wieder zu ihrem Spiel und ließen sich im Gegensatz zum Spiel der Vorwoche nichts vom Gegner aufzwingen. Mit viel Bewegung im Angriff und dem nötigen Biss in der Abwehr konnte man so wieder gut mithalten und in der 25. Spielminute sogar auf 14:16 verkürzen. Im Anschluss zeigte sich jedoch, dass es gegen so starke Gegner schwer ist, die Konzentration in jedem Moment hoch zu halten. Die technischen Fehler zum Ende der 1. Hälfte sorgten dann für einen 5-Tore-Rückstand, der so hoch nicht hätte sein müssen. Dennoch gab es für die 28erinnen absolut keinen Grund den Kopf hängen zu lassen und so wollte man dann auch die zweiten 30 Minuten angehen. Doch wie schon öfter gesehen, taten sich die Erzgebirglerinnen zu Beginn schwer. Im Gegensatz dazu kamen die Amazonen hellwach aus der Kabine und nutzten die Startschwierigkeiten zum 14:23 nach 37 Minuten. Doch aufgeben oder gar schlechte Stimmung kam bei unseren Mädels nicht auf. Ganz im Gegenteil kämpften sie sich wieder zurück ins  Spiel, überzeugten durch viel Bewegung im Angriff und zeigten defensiv noch einmal eine Menge Herz. Leider gelang es jedoch nicht das Übergewicht zu erlangen und so musste man sich am Ende 23:32 geschlagen geben.
Trainer Steven Szpetecki nach dem Spiel: „Wir kennen die Amazonen ja jetzt schon ein Stück und ich kann meiner Mannschaft nur das mit auf den Weg geben, was Gästecoach Marco Horschig mir bei der Spielauswertung gesagt hat. Er hat unsere Mannschaft sehr gelobt und eben auch festgestellt, dass wir uns mit so einer Leistung vor Keinem verstecken müssen. Dass die Amazonen hier verdient gewinnen steht außer Frage. Da sind Situationen und Lösungen dabei, die das Handball-Herz höher schlagen lassen. Dennoch auch ein großes Lob an meine Mannschaft. Wir haben in der Kabine gesagt, dass wir aufs Spielfeld gehen, weil wir gewinnen wollen und meiner Meinung nach gab es keine Situation in diesem Spiel, wo man an dieser Einstellung hätte zweifeln können. Das gilt wohlgemerkt für alle 14 Leute im Kader und den verhinderten auf der Bank. Wir müssen die vielen positiven Dinge von heute mitnehmen und an den kleinen Fehlern arbeiten. Marco und seiner Mannschaft wünsche ich alles Gute bis zum Rückspiel und freue mich auf das nächste Aufeinandertreffen.“
S. Sz.
 
Für Zwönitz spielten:
Sandra Wolf, Nadine Müller, Lea Wetzel;
Laura-Jane Mosel (4/1), Michelle Kaulfuß (1), Helen Haunschild (3), Sarah Riedel (2), Stephanie Hirsch (1), Laura Kaulfuß (6/3), Michelle Hartenstein (2), Melina Seidel, Lea Thierfelder (2), Christin Viehweger (2), Michelle Kreher
 
 
Aller Anfang ist schwer
19.09.2020  HC Glauchau/Meerane - Zwönitzer HSV 1928    25:19 (12:7)
 
Am vergangenen Wochenende ging es auch für unser Damen wieder um wichtige Punkte im Kampf um die Verbandsliga. Man hatte sich auch viel vorgenommen, traf man mit dem HC Glauchau/Meerane doch auf den letzten Gegner der abgebrochenen Saison. Damals schafften es unsere Frauen einen Punkt zu entführen. Nach den ersten Minuten konnte man den Eindruck gewinnen, dass die 28erinnen genau das wieder schaffen könnten, stand es nach 5 Minuten doch 1:3. Im Anschluss verloren unsere Mädels jedoch offensiv den Faden und so konnten die Hausherrinnen bis zur 20. Spielminute mit 10:5 davonziehen. Es gab dennoch keinen Grund die Hoffnung zu verlieren, da unsere Mannschaft defensiv sehr gut dagegen hielt und den Gegner mehrfach ins Zeitspiel und so zu schlechten Abschlüssen zwang. So gingen beide Mannschaften mit einem verdienten 12:7 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel kamen unsere Damen etwas besser aus der Pause und konnten nach 34 Spielminuten auf 13:10 verkürzen. Doch wie schon im 1. Durchgang gelang es nicht, den guten Eindruck in der Defensive offensiv zu belohnen. Man kann jedoch nicht sagen, dass es die Glauchauerinnen einfach hatten als sie in der 44. Spielminute auf 20:12 stellten. Jedes Tor mussten sie sich hart erarbeiten, da die Zwönitzer Abwehr immer wieder gut stand. Aber wie im 1. Durchgang fehlte es im Angriff und im Umschaltspiel an Tempo und dem nötigen Schwung. Erst in der Schlussviertelstunde konnten unsere Frauen ihre eigentlichen Stärken ausspielen. Leider kamen die Konter in dieser Phase einfach zu spät und so trennte man sich am Ende verdient mit 25:19.
Trainer Steven Szpetecki nach dem Spiel: „Ich finde unsere Leistung heute ehrlich gesagt sehr traurig. Wir machen defensiv so ein gutes Spiel und schaffen es vorn nicht, uns zu belohnen. Wir reden immer wieder über das Thema Temposteuerung. Allen Anschein nach ist das aber schwerer als man denkt. Es ist bezeichnend, dass wir erst ab der 46. Spielminute in unser gewohntes Konterspiel finden. Sobald wir druckvoll agieren, bekommen wir immer wieder die Außen frei. Hier sieht man dann ein weiteres Problem. Wenn man 4 mal am Tor vorbei wirft oder trotz gutem Winkel mehrfach nicht in der Lage ist die zugegeben trotzdem starke Torfrau zu überwinden, dann wird es Ursachen dafür geben. Dennoch gab es viele Situationen, die wir cleverer lösen müssen. So werfen wir dann in 22 Minuten magere 3 Tore und das ist eine Hypothek, die nur noch sehr schwer abzuarbeiten ist. Aber um es nochmal zu sagen, war das kein schlechtes Spiel meiner Mannschaft. Wir werden unsere Lehren daraus ziehen und unsere Stärken im Training nochmal mehr betonen.“
S. Sz.
Für Zwönitz spielten:
Nadine Müller, Lea Wetzel;
Laura-Jane Mosel (3/1), Michelle Kaulfuß (3/2), Helen Haunschild (2), Sarah Riedel, Stephanie Hirsch, Laura Kaulfuß, Michelle Hartenstein (1), Melina Seidel (3/3), Christin Viehweger (2), Michelle Kreher