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Stollberg, 01.12.2025
Fast die gesamte Spielzeit rannten die Zwönitzer zuhause einem Rückstand hinterher. Auch die Frauen in der Verbandsliga siegten – und das souverän.
Zwönitz. In ihrem letzten Heimspiel vor der Weihnachtspause haben die Oberliga-Handballer des Zwönitzer HSV einen Last-Minute-Sieg eingefahren. Beim 30:29 (13:16) gegen den HSV Dresden konnten die Erzgebirger erst in der Schlussviertelstunde ihre im Vergleich zum Gegner etwas breitere Bank nutzen, um die bis dahin nahezu durchgängigen Rückstände noch aufzuholen. „Die Dresdner haben uns heute voll gefordert und wir hätten zur Pause durchaus weiter zurückliegen können als nur drei Tore. Schön aber, dass wir in der zweiten Halbzeit noch das Ergebnis drehen konnten. Aber es war ein schweres Stück Arbeit“, sagte HSV-Trainer Tony Kinder nach dem Spiel. Dresdens Trainer Andre Salm bescheinigte den Zwönitzern ebenfalls eine stärkere zweite Halbzeit, während seinen Männern auf der Zielgeraden ein wenig die Kraft ausgegangen sei.
Gastgeber zur Pause noch in Reichweite
Tatsächlich lagen die Elbflorenzer nach ihrem Bilderbuchstart mit der 4:1-Führung im gesamten ersten Durchgang vorn. Auf die gut vorgetragenen Angriffe hatten die Gastgeber noch nicht so recht Zugriff, womit nach der Anfangsviertelstunde schon ein Rückstand von fünf Treffern zu Buche stand. Dank eines Doppelschlags von Tomas Vavrica und Nico Köhler blieben die Hausherren zur Pause noch in Reichweite.
Im zweiten Durchgang dauerte es nur bis zur 34. Minute, bis der Tabellensechste den Anschluss zum 15:16 herstellen konnten. Allerdings wollte der Ausgleich noch nicht gelingen. Stattdessen ermöglichten Unaufmerksamkeiten den Gästen, wieder auf 22:18 davonzuziehen (43.). Die letzte Viertelstunde gehörte aber endgültig den Erzgebirgern. Mit starker Defensivarbeit und einem guten Albert Baumgarten im Kasten gelang nach 50 Minuten endlich die erste Führung im Spiel (25:24). Zwei vergebene Konter sorgten bei den gut 200 Fans zwar noch einmal für höchste Anspannung, Miroslav Jahn machte mit seinem Treffer zum 30:28 aber endgültig den Deckel auf die Partie.
Starker Zwischenspurt reichte
Weniger spannend machte es die Zwönitzer Verbandsliga-Frauen, deren 25:21 gegen Grüna ungefährdeter war als es das Ergebnis ausdrückt. Trainer Uwe Hans bescheinigte seiner Sieben gerade in der Mitte der Partie eine starke Leistung – von der 24. bis zur 40. Minute zogen die Gastgeberinnen von 7:6 auf 20:9 davon. Zuvor und vor allem nach dieser Phase sei das Ganze allerdings etwas zäh gewesen. „Da waren wir insbesondere beim Abschluss zu unkonzentriert. Der Ball wollte einfach nicht in den Kasten“. In den letzten 15 Minuten trafen die Erzgebirgerinnen nur noch drei Mal – der Sieg des neuen Tabellendritten geriet allerdings nicht mehr in Gefahr.

