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Stollberg, 09.12.2025
Beim 31:29 in Dresden bogen die Männer in der Oberliga bereits zum vierten Mal in dieser Saison einen Pausenrückstand noch um. Die Frauen machten es in Rückmarsdorf weniger spannend.
Zwönitz. Die Zwönitzer Handballteams haben es bei ihren letzten Aufgaben in diesem Jahr noch einmal richtig krachen lassen. Obwohl weder die Männer in der Oberliga noch die Verbandsliga-Frauen in Bestbesetzung auflaufen konnten, gelangen beiden Mannschaften wichtige Auswärtssiege. Während die Frauen in Rückmarsdorf ihrer Favoritenrolle gerecht wurden und sich klar mit 33:23 durchsetzten, darf der knappe 31:29-Erfolg der Männer beim KJS-Club Dresden durchaus in die Kategorie „Überraschung“ einsortiert werden.
Viele Fehler im ersten Durchgang
Dabei erweisen sich die Erzgebirger in dieser Spielzeit immer mehr als Mannschaft der zweiten Halbzeit. Bereits zum vierten Mal bogen sie einen Pausenrückstand noch in einen Sieg um. „Wir haben als Einheit überzeugt, der Einsatz war überragend“, lobte Interimscoach Toni Schlömer, der gemeinsam mit Marcus Schurzmann den verhinderten Trainer Tony Kinder vertrat, nach dem Match die Mannschaft.
Ohne Miroslav Jahn und ohne Nico Köhler angereist, mussten sich die Gäste in der Landeshauptstadt erst finden und produzierten gerade in der Offensive zu viele Fehler. Die Folge: Nach einer Viertelstunde hatten sich die Zwönitzer einen 6:10-Rückstand eingefangen, nach 25 Minuten hieß es 10:14. Da die Defensive aber halbwegs stand, ließen sie sich zumindest nicht abschütteln und konnten durch Malte Bree und Max Briest bis zur Pause auf 13:15 verkürzen.
Mit Wucht kamen die Erzgebirger aus der Kabine und drehten mit einem Viererpack die Partie. Fortan entwickelte sich bis in die Schlussphase ein umkämpftes Match mit häufigen Führungswechseln, wobei es keiner Mannschaft gelang, davonzuziehen. Erst als Tomas Vrana drei Minuten vor Schluss zum 29:27 einnetzte, nahm der Auswärtssieg Konturen an, den die rund 30 mitgereisten Zwönitzer Fans dann ausgiebig bejubelten. „Wir haben es geschafft, die technischen Fehler und Fehlwürfe im zweiten Durchgang zu minimieren. Das war entscheidend“, so Schurzmann.
Frauen mit viel Power trotz Personalsorgen
Auch die Frauen mussten auf ihren Coach verzichten. Für den beruflich verhinderten Uwe Hans standen in Rückmarsdorf Anne Schmidt und Robert Börner an der Seitenlinie, die einen rundum gelungenen Auftritt ihrer Mannschaft sahen. Und das, obwohl die Gäste nur dank Verstärkung aus der zweiten Mannschaft – Paula Kreher, Celestine Winkler und Sina Schramm sprangen ein – überhaupt spielfähig waren. „Ich bin megastolz auf die Mädels. Sie haben bis zum Schluss toll gekämpft und damit den Sieg auch in der Höhe verdient“, freute sich Anne Schmidt.
Zwar gehörte die Anfangsphase noch den Gastgeberinnen, die nach drei Minuten mit 3:1 in Front lagen, doch danach übernahmen die Erzgebirgerinnen das Zepter. Hinten zunehmend sicherer und mit schnellem Spiel nach vorn, drehten sie die Partie und zogen schon nach einer Viertelstunde auf 12:6 weg. Zur Pause stand es 20:12, nach 40 Minuten war der erste Zehn-Tore-Vorsprung herausgeworfen (24:14). Trotz allem Bemühen der Hausherrinnen, noch einmal am Rückstand zu knabbern, blieben die Zwönitzerinnen bis zum Schluss am Drücker und gewannen so am Ende deutlich.

