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Stollberg, 01.03.2026
Dieses Duell birgt Feuer: Treffen in der Handball-Sachsenliga das Auer Juniorteam und der Zwönitzer HSV aufeinander, ist Spannung garantiert. Das war auch diesmal in Lößnitz nicht anders.
Aue. In knapp drei Minuten war die Partie entschieden. Noch vor dem Halbzeitpfiff. Rund 250 Fans – darunter das Gros für die Gäste – haben am Sonnabend in der Lößnitzer Erzgebirgshalle das Prestige-Derby in der Handball-Sachsenliga verfolgt. Das Juniorteam des EHV Aue bat den Zwönitzer HSV aufs Parkett. Feuer fing nur eine Mannschaft. Und das waren zum Leidwesen von Marco Diener die Gäste.
4:0-Lauf zieht Gastgebern den Zahn
Das 24:29 (10:14) als Tabellendritter gegen den Sechsten traf den Coach bis aufs Mark. Noch lange nach Spielende sinnierte er einsam auf der Bank am Spielfeldrand. „Wir haben den Schalter einfach nicht umlegen können“, sagte er dann. Noch bis zur 24. Minute lagen beide Teams beim 8:8 gleichauf. Dann setzte Zwönitz den entscheidenden Nadelstich: In nicht mal drei Minuten zogen sie per 4:0-Lauf auf 12:8 davon. Eine zu hohe Hypothek für Aue. „Dem Rückstand liefen wir bis zum Schluss hinterher“, so Diener.
Nachrücker machen ihre Sache gut
Sein Gegenüber Tony Kinder war glücklich. „Phänomenal, was meine Mannschaft abgerissen hat“, sagte der HSV-Trainer. Dieses Duell sei immer ein Fifty-Fifty-Spiel. „Wer den besseren Tag hat, der gewinnt. Zum Glück waren wir das heute“, so Kinder und lobte die Ersatzleute aus der Zweiten. „Uns fehlen verletzungsbedingt drei Stammspieler. Aber das Team hat das gut kompensiert.“ Nach wie vor stehe der Klassenerhalt obenan. Den sieht Kinder trotz des Derbysiegs noch nicht sicher. „Wir haben das Ziel gefestigt, ja.“ Aber erst mit einem Heimsieg am Sonnabend gegen Görlitz „sind wir endgültig durch“.
Einmal mehr überragend sei der Fansupport gewesen. Mit Choreografien, Trommeln und Gesang peitschten die Fans das Team an. „Das ist legendär für diese Liga. Darauf sind wir stolz.“ Die Trommler des EHV Aue hielten dagegen. Wirklich helfen konnten sie dem Juniorteam aber nicht. „Wir mussten zu viel Aufwand betreiben“, sagte Diener. In Summe um die 25 Fehlwürfe seien indiskutabel. Auch das Keeper-Duell ging an Zwönitz. „Das war über weite Strecken zu wenig von uns.“


