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Stollberg, 11.09.2026
Zwönitzer HSV startet mit Heimsiegen der Frauen und Männer in die Saison.
Aue/Zwönitz. Während das Juniorteam des EHV Aue zum Saisonstart zu Hause Koweg Görlitz unterlag, fallen die Nachrichten wenige Kilometer entfernt beim Zwönitzer HSV rund um den Oberliga-Handball positiver aus. Laut Vereinspräsident Ralf Beckmann liegt das nicht nur am neuen Trainer, nachdem Tony Kinder wie geplant aus privaten Gründen nach Saisonende sein Amt niedergelegt hatte. So konnte der HSV mit Mario Möckel einen Mann an der Seitenlinie gewinnen, der zuletzt beim HC Pleißental große Erfolge feierte. „Unser sportlicher Leiter Marcus Schurzmann hat Kontakt zu ihm aufgenommen und wir sind sehr froh, dass er sich letztlich auch für uns entschieden hat“, sagt Beckmann. Ein solider Mittelfeldplatz – so zwischen Rang 6 und 8 – sollte mindestens drin sein.
Denn auch im Kader hat sich mehr zum Vor- als zum Nachteil entwickelt. Nach ihrer einjährigen Pause für die Mission Hausbau sind demnach Tommy Löbner und Nico Langer in die Mannschaft zurückgekehrt. Verstärkt hat sich Zwönitz außerdem mit Martin Kovarik, der vor zwei Jahren bei der HSG Freiberg spielte, ehe eher in die Bayernoberliga nach Cham wechselte. Die neue Klasse in der Breite des Teams hat sich bereits zum Saisonauftakt gezeigt. Mit dem knappen 24:23 gegen den HSV Dresden, den Beckmann zu den besten Teams der Oberliga zählt, ist der Einstieg gelungen. „Wir wussten nicht so richtig, was auf uns zukommt“, so der Präsident. Umso mehr hat ihn der Sieg gefreut. Denn auch die Elbestädter haben sich verstärkt – bis hin zur Trainerbank, wo neben Tom Hartmann nun Alexander Matschos als Trainer agiert, der viele Jahre in der 2. Bundesliga beim EHV Aue gespielt hat.

In der ersten Halbzeit habe man sehr gut ins Spiel gefunden, so Beckmann. Insbesondere mit einer sehr starken Abwehr und einem toll aufgelegten Filip Veverka im Tor. Weil aber auch der Dresdner Keeper glänzen konnte, blieb die erste Viertelstunde torarm, ehe sich Zwönitz zur Pause mit fünf Treffern absetzte. In der zweiten Halbzeit holten die Gäste auf. Auch auf Grund einer unglücklichen Roten Karte für Neuzugang Kovarik wurde es noch einmal eng, jedoch reichte es am Ende für den wichtigen Auftaktsieg.
Auch die Frauen wussten bei ihrem Verbandsligaauftakt gegen den HC Fraureuth noch nicht so recht, wo man steht. Die Langzeitverletzten Laura-Jane Mosel und Michelle Kaulfuß stehen noch nicht wieder zur Verfügung, Sandra Wolf und Franziska Kotsch sehen Mutterfreuden entgegen, Rebecca Beyer fehlte verletzungsbedingt und Sarah Schmiedel war aus privaten Gründen abwesend. So stellte sich die spannende Frage, wie der verbleibende Rest der Vorjahresmannschaft zuzüglich der vier Neuzugänge Leni und Elli Kretzschmann, Lena Uhlig (eigener Nachwuchs) sowie Michelle Rieger, die vom SV 04 Plauen-Oberlosa nach Zwönitz wechselte, den Start hinbekommen würde.
Umso erfreulicher war schlussendlich der jederzeit ungefährdete 33:22 (16:9)-Sieg gegen die Westsächsinnen, den man insbesondere auf Grundlage einer guten Abwehrleistung mit einem starken Torhütergespann Lea Wetzel / Kira Schramm am Ende ausgelassen feiern konnte. Nur in den Anfangsminuten konnte das Gästeteam noch mithalten, spätestens nach 10 Minuten jedoch zog unser Team auf und davon. Tor um Tor wurde der Vorsprung ausgebaut, womit letztlich ein ungefährdeter Kantersieg verbucht werden konnte. Leider verletzte sich in der ersten Halbzeit nach einer groben Attacke bei einem Konter Helen Haunschild so schwer, dass sie das Spiel beenden musste. Die Fraureuther Spielerin sah berechtigterweise für diese Aktion ROT … leider wird Helen dadurch jedoch nun auch noch einige Zeit ausfallen. GUTE BESSERUNG !!!

