Weitere Entwicklungen und Erkenntnisse zum schlimmen Vorfall in Weinböhla

26. Januar 2024
Nach wie vor ist der Zwönitzer HSV, das gesamte Vereinsumfeld und die Zwönitzer Handballfans schockiert und fassungslos, dass ein solcher Vorfall wie in Weinböhla unsere Handballwelt ereilt, ja erschüttert hat. Dem Geschädigten wünschen wir weiterhin gute Besserung und sind zunächst erleichtert, dass sich letzten Berichten zufolge die Nachricht über ausgeschlagene Zähne nicht bestätigt hat.
Im Verlaufe der Woche gab es zu diesem Vorfall intensive Gesprächen zwischen Verein und Supportern sowie eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei, um das Geschehen vor der Nassau-Sporthalle lückenlos aufzuklären und insbesondere den oder die Täter zu ermitteln, die dem Handballsport und dem Verein so großen Schaden zugefügt haben. Ebenso wurden voneinander unabhängige Berichte und Wahrnehmungen Zwönitzer Fans und Verantwortlicher – die vor Ort waren – ausgewertet und natürlich die Informationen auch der Polizei übergeben. Aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen und um Schuldzuweisungen und gegenseitigen Vorwürfen vorzubeugen hat sich Zwönitzer HSV bisher in der Berichterstattung zurückgehalten.
Aus den Berichten ergibt sich nun recht klar, dass es sehr wahrscheinlich nicht so abgelaufen sein kann, wie es der erste Polizeibericht dargestellt hatte und wie es leider von der Berichterstattung des HSV Weinböhla übernommen wurde. Vielmehr verdichten sich nach den Beobachtungen und unterstützt von Videomaterial die Hinweise darauf, dass es wohl vor der Halle zu einem Aufeinandertreffen von drei Dynamo Dresden Fans mit drei Fans des FC Erzgebirge Aue kam. Dabei ist es allem Anschein nach zu dieser unrühmlichen und zu verurteilenden Tat gekommen. Eine größere Anzahl von Fans ist erst nach der Tat nach draußen gekommen, weil man durch die Glasfront der Sporthalle etwas von dem Vorfall mitgekommen hatte. Dem Bericht des HSV Weinböhla zufolge können auch die Ordner des HSV Weinböhla den genauen Tathergang nicht gesehen haben.
Nach wie vor müssen aber die abschließenden polizeilichen Ermittlungen – die nach Polizeiauskunft leider noch ein wenig dauern können – abgewartet werden, um das Geschehene auswerten und um Maßnahmen wie Hallenverbot und vielleicht auch rechtliche Schritte ableiten zu können.
Selbiges hätte man sich auch vom HSV Weinböhla gewünscht. Im Bericht auf deren Homepage werden „Meinungen“ kund getan und Unterstellungen auf „geplante Gewaltbereitschaft“, die die Supporter des Zwönitzer HSV entschieden zurückweisen. Auch die Aussage über „Bomberjacken“ sei völlig an den Haaren herbeigezogen, man habe sich lediglich über ein einheitliches Auftreten verständigt, wie es unter Fans üblich ist. Die Mehrzahl der Mitreisenden trug daher dunkle Winterkleidung (z. Bsp. Northface-Jacken). An dieser Stelle sei auf die Stellungnahme der Supporters in ihren sozialen Medien verwiesen ( https://www.instagram.com/p/C2aFGiXqAYM/ ).
Auch vermisst man eine Darstellung, wie sehr sich auch anwesende Verantwortliche und Zuschauer des Zwönitzer HSV bemüht hatten, die Situation zu deeskalieren. Anwesende Mitglieder der Abteilungsleitung Handball des Zwönitzer HSV, einige Supporters und Zwönitzer Zuschauer haben mit dem Ordnerteam intensiv und schlussendlich erfolgreich zusammengearbeitet und konnten weitere Vorfälle verhindern.
Die Fragen des HSV Weinböhla am Ende ihres Beitrags können in der Form beantwortet werden, dass die Vereinsführung des Zwönitzer HSV schlicht keine Kenntnis darüber hatte, dass die HSV-Supporter einen eigenen Bus bestellen würden, was diese so in der Form auch zum ersten Mal organisierten. Demnach konnte weder offiziell informiert werden noch war bekannt, wer in diesem zusätzlichen Bus mitfahren würde. Da es in den beiden Spielen in Zwönitz im September und Dezember 2023  keinerlei Vorkommnisse zwischen den beiden Fanlagern gegeben hat, gab es auch keinen Grund Maßnahmen zu ergreifen oder Vorkehrungen zu treffen.
Gespräche unter der Woche mit dem Zwönitzer Fan-Club ergaben jedoch, dass die HSV-Supporters den Fanclub des HSV Weinböhla bereits zum Pokalspiel in Zwönitz am 16.12.2023 darüber in Kenntnis gesetzt hatten, dass in Weinböhla eine größere Zwönitzer Fangemeinde zu erwarten sei. Laut den Aussagen haben die Weinböhlaer Fans dies ihrer Vereinsführung auch zur Kenntnis gegeben.
Der Vorstand des Zwönitzer HSV
Zwönitzer Handballsportverein 1928 e. V.

c/o Ralf Beckmann
Lößnitzer Str. 61a
08297 Zwönitz

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E-Mail: info@zwoenitzer-hsv.de

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